& co kg
Neue Energiezentrale Schwarzwald-milch Freiburg
Projektart
Energieversorgung für milchverarbeitende Industrie und Fernwärmeversorgung, Entwicklung und Aufbau eines Wärmeverbunds, Erzeugung von Fernwärme aus industrieller Abwärme
Bauherr
badenovaWÄRMEPLUS GmbH & Co. KG
Schwarzwaldmilch GmbH
Architekt
Ruch Architekten
Projektsteuerung
badenovaWÄRMEPLUS GmbH & Co. KG
Unsere Leistungen
Hochdruckdampfanlage
Eiswasseranlage
NH3-Wärmepumpenanlage
BHKW-Anlage mit Hochdruckdampferzeugung
Prozesskälteerzeugung zur Eiswasservorkühlung
Medienversorgung für Produktion
Anlagen zur Abwasserbehandlung
MSR-Anlage
Projektvoruntersuchungen zu Potentialabschätzung,
Leistungsphase 2 – 8,
einschließlich Genehmigungsverfahren nach BImSchV und BetrSichV
Leistungsdaten:
BHKW elektrisch 999 kW
BHKW Dampf 0,6 t/h
BHKW Heizwasser 700 kW
Absorptionskältemaschine 0 °C, 300 kW
Dampfsystem und Kondensatwirtschaft 13 t/h
NH3-Wärmepumpe 2,5 MW
Wärmepumpen Abwärmenutzung 2,7 MW
Abwasserbehandlungsanlage Spitzendurchfluss 85 m³/h
Prozesskälteerzeugung Eiswassersilo 7.000 kWh
NH3-Gesamtinhalt 9 t
Eiswasser Spitzendurchfluss 400 m³/h
Beschreibung
Auf dem Gelände der Schwarzwaldmilch wird eine neue Energiezentrale errichtet, die mittelfristig die Energiezentrale der Schwarzwaldmilch komplett ersetzen wird.
In dieser Energiezentrale werden auch die Anlagen der badenovaWÄRMEPLUS für die Fernwärmeversorgung betrieben. Die Energieverteilung erfolgt über eine neue Rohrbrücke, die Fernwärmeanbindung erfolgt oberirdisch an der Grenze des Schwarzwaldmilch-Geländes.
Im Bereich der zentralen Prozesskälteerzeugung der Schwarzwaldmilch wird eine Hochtemperatur-NH3-Wärmepumpe integriert, die die Abwärme der Prozesskälte in Fernwärme umwandelt. Die Prozesskälteanlage ist NH3- und eiswasserseitig über die Rohrbrücke und die neue Energiezentrale mit dem Eisspeicher verbunden. Das Eiswasser wird über eine Absorptionskälteanlage in der neuen Energiezentrale vorgekühlt, die Antriebsenergie Heizwasser wird durch das BHKW der badenovaWÄRMEPLUS erzeugt.
Dieses BHKW speist den erzeugten Dampf in das Dampfnetz der Schwarzwaldmilch ein.
Besonderheiten
Die Anlagenverflechtung führt zu einer komplizierten Genehmigungssituation, insgesamt sind 3 separate BImSchV-Anträge erforderlich.
Die Eiswasserversorgung der Molkerei muss zu jedem Zeitpunkt aufrechterhalten werden. Im Bereich der Prozesskälteerzeugung sind aber erheblich Umbauarbeiten erforderlich. Auch in den angrenzenden Bereichen muss jederzeit auf den Betrieb der Molkerei Rücksicht genommen werden.
Die Anlage ist so aufgebaut, dass auch bei Ausfall einer Komponente des komplexen Systems die Energieversorgung der Schwarzwaldmilch sichergestellt ist.
Der Projektablauf wird durch die Corona-Epidemie und die Folgen des Ukraine-Kriegs erheblich gestört.
Das Projekt ist Teil des bis dahin größten vom BMWI geförderten Einzelprojekts zur Fernwärmeversorgung und wird beim Ministerium als Benchmark-Projekt gelistet.
Mehr Informationen: